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Projekt-Island-Kiel-Dokumentation-Auswirkungen-Massen-Tourismus-011

Die erste Woche

Dienstag, 02. Juli 2019 um 2:30 Uhr. Der Wecker klingelt. Sich schnell frisch machen, eine Kleinigkeit essen und anschließend Tom abholen. Danach geht es auf direktem Weg weiter nach Hirtshals zur Fähre. Haben wir jetzt eine Panne, ist das Projekt schon gestorben bevor es richtig beginnen konnte. Die Fähre ist für uns essentiell, da wir unser Auto aus Deutschland mitbringen müssen. Wir erreichen den Hafen von Hirtshals überpünktlich, doch zunächst müssen wir zum Zoll. Der Moment vor dem wir seit Wochen großen Respekt haben – dazu aber im Film mehr.

Auf dem Schiff verbringen wir die nächsten zwei Tage. Der Nordatlantik gilt im Sommer als gemächlich – im Vergleich zu den Winter-Monaten, wo man schon mal mit zehn Meter hohen Wellen konfrontiert wird. Dennoch wird es sehr wackelig und nicht jeder von uns kommt mit der schwankenden Umgebung klar. Zeit, um klar zu kommen, bleibt uns eigentlich nicht. Wir müssen für die kommenden Tage Termine abklären und uns auf bereits fixe Interviews vorbereiten. Dass die Reise kein Zuckerschlecken wird, war uns allen klar und wir beißen die Zähne zusammen.

Nach über 48 Stunden auf See konnten wir endlich Island betreten. Begrüßt wurden wir von kühlen zehn Grad und leichtem Regen, welcher jedoch auf Grund der atemberaubenden Natur direkt vergessen war. Schon beim Aussteigen aus der Fähre blicken wir auf fünf Wasserfälle.

Die Liste der Ziele und Interviewpartner ist lang und der Zeitplan eng. Wir kommen an unsere Grenzen, vor allem körperlich. Die Angst, keine tiefgreifenden Informationen von den Interviewpartnern zu erhalten, wächst. Wird das alles klappen? Spielt uns das Wetter in die Karten? Bekommen wir die wichtigen Informationen um eine tiefgründige Dokumentation produzieren zu können? Alles Fragen, die durch den Kopf schießen und sich wohl erst mit der Zeit beantworten lassen. Hier ist Geduld und vertrauen in die eigenen Fähigkeiten gefragt – zumindest ersteres gehört nicht zu unseren Stärken.

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